Bengalen ♕

Die Fellentwicklung der Bengalen

Die Fuzzy-Phase ist die Fellentwicklung der Bengalkatzen und ist im Vergleich zu anderen Katzen einzigartig und ein Erbe das die Bengalen von ihren wilden Vorfahren der Asian Leopard Cat (ALC) übernommen haben.

Fuzzy ist Englisch und bedeutet: verschwommen, unscharf.

In der Wildnis spielt die Fuzzy-Phase, zB. bei Leoparden & Geparden etc., eine große Rolle.

Denn während der Babyzeit dient es zur Tarnung und zum Schutz vor Feinden.

Diese Eigenschaft haben die Bengalkatzen beibehalten.

Die Bengalen durchleben verschiedene Stadien der Fellentwicklung.

Die Kitten kommen mit einem relativ klaren Fell zur Welt, das sich nach 4-6 Wochen ändert.

Es wird lang und steht vom Körper ab (Fuzzy-Phase). Die Folge ist, dass die Rosetten bzw. die Zeichnung verschwommen und unscharf wirken.

Diese Entwicklungsphase verändert auch die Fellfarbe, die Kitten erscheinen in dieser Zeit grau und farblos.

Etwa nach 10-16 Wochen wird das Fell wieder klar und glatt.

Die Fellentwicklung ist mit 6-7 Monaten abgeschlossen und die Rosetten kommen dann erst am besten zum Vorschein.









Zum Wesen der Bengalen

Viele Bengalkatzen lieben Wasser und manche duschen und baden sogar gerne.

Die meisten Bengalen sind sehr gesprächig und sind sehr verspielt und neugierig.

Bengalen sollten auf jeden Fall ausreichend Spiel-, Kratz- und Klettermöglichkeiten bereitgestellt werden, da sie sehr lebendig sind.

Bengalen sind sehr intelligent und lernen schnell und gerne.

Viele Katzenallergiker reagieren nicht auf die Bengalkatzen, somit eignen sich die wunderschönen Stubentiger auch gut für Allergiker.

Außerdem sollten Bengalkatzen nicht alleine gehalten werden.

Allgemein haben Bengalen einen traumhaften Charakter und sind dazu wunderschöne, sanfte Schmusetiger.









Herkunft und kurze Geschichte der Bengalen

Bengalkatzen sind eine verhältnismäßig junge Rasse.

Die amerikanische Genetikerin Jean Mill hatte es sich in den Kopf gesetzt, eine neue Katzenrasse zu erschaffen.

Und zwar eine mit viel Wildkatzenflair.

Deshalb kreuzte die Kalifornierin in den 1960er-Jahren asiatische Wildkatzen mit Hauskatzen.

Genauer gesagt, eine Bengalen-Dame – damals konnte man leider noch recht einfach in den Besitz importierte Wildtiere kommen – mit einem einfarbig schwarzen Hauskater.

Ein gepunktetes Katzenmädchen namens „Kinkin“ soll aus dieser Verpaarung entstanden sein, das zusammen mit einem Wurf „normaler“ Stubentiger aufwuchs.

Dadurch sollte die Kleine ihr wildes Temperament verlieren, den Jean Mills Katze sollte zwar wie ein Leopard aussehen, jedoch ein „hauskätzisches“ Wesen haben.

Jean Mill kreuzte die kleine Halbwilde „Kinkin“ schließlich mit ihrem Vater rück.

„Kinkin“ bekam daraufhin einen Wurf hübscher, gepunkteter Kätzchen.

Doch der Weg zur anerkannten Rasse war noch weit: Jean Mill unterbrach ihre Zuchtversuche für einige Jahre.

Sie kreuzte im Laufe der Zeit noch Abessinier und Orientalen ein.

In den 80er-Jahren konnte Jean endlich ihre selbst erschaffene Traumkatze auf einer Ausstellung vorführen.

Nur wenig später wurde sie als Rasse anerkannt.

Auf deutschen Ausstellungen kamen die ersten Bengalkatzen Ender der 80er-Jahre vor.